Es bewegt sich etwas und die Diskussion um eine Reform des Aufstiegs aus den Regionalligen nimmt nun richtig Fahrt auf. Nach Monaten intensiver Gespräche, öffentlicher Aktionen und wachsendem Druck aus den Vereinen gibt es eine konkrete Perspektive für eine Veränderung der bestehenden Aufstiegsregelung. Für die Initiative „Aufstiegsreform“ ist damit ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Gleichzeitig ist klar: Jetzt beginnt die entscheidende Phase.
Außerordentlicher DFB-Bundestag soll über Reform entscheiden
Das DFB-Präsidium hat am 11. September die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer Neuregelung des Regionalliga-Aufstiegs auf den Weg gebracht. Demnach wird am 18. Dezember 2026 ein außerordentlicher DFB-Bundestag stattfinden, auf dem über eine Reform entschieden wird.
Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion steht dabei weiter das Kompass-Modell, hinter dem auch der DFB steht. Damit liegt eine konkrete Variante auf dem Tisch, über die in den kommenden Monaten weiter beraten wird. Für einen entsprechenden Beschluss ist beim außerordentlichen DFB-Bundestag eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.
Die Initiative steht geschlossen hinter dem nun eingeschlagenen Weg und wird sich weiterhin konstruktiv in den Reformprozess einbringen. Besonderer Dank gilt dabei dem Deutschen Fußball-Bund und DFB-Präsident Bernd Neuendorf für die Einleitung der notwendigen Schritte und die damit geschaffene Perspektive auf eine verbindliche Entscheidung. Gleichzeitig bleiben wir offen für verschiedene Lösungsansätze, sofern sie eine faire, verlässliche und zukunftsfähige Struktur ermöglichen. Entscheidend ist, gemeinsam mit allen Beteiligten eine mehrheitsfähige und langfristig tragfähige Lösung zu entwickeln. Das Regionenmodell entspricht diesen Anforderungen nicht, weshalb dieses von den Vereinen der Initiative weiterhin klar abgelehnt wird.
„Jetzt müssen wir die Chance gemeinsam nutzen“
„Dass jetzt konkrete Schritte eingeleitet werden und ein außerordentlicher DFB-Bundestag in Aussicht steht, zeigt, dass sich unser Einsatz der vergangenen Monate gelohnt hat“, erklärt Tommy Haeder, Geschäftsführer des Chemnitzer FC und einer der Sprecher der Initiative „Aufstiegsreform“. „Das ist ein wichtiges Zwischenziel, aber noch lange nicht das Ende unseres Weges. Entscheidend ist, dass wir jetzt weiter gemeinsam an einer mehrheitsfähigen Lösung arbeiten. Wir sind dem DFB und insbesondere Präsident Bernd Neuendorf sehr dankbar, dass die notwendigen Schritte eingeleitet wurden, und unterstützen diesen eingeschlagenen Weg geschlossen. Gleichzeitig werden wir auch in den kommenden Wochen mit verschiedenen Aktionen auf die Bedeutung der Aufstiegsreform aufmerksam machen und den Prozess weiterhin konstruktiv begleiten.“
„Ein Meilenstein im Reformprozess“
Auch Florian Egbers, Geschäftsführer des Drittligisten SV Meppen, begrüßt den eingeschlagenen Weg:
„Die angekündigte Einberufung des außerordentlichen DFB-Bundestags ist ein Meilenstein im Reformprozess. Dieser Schritt wäre ohne das beharrliche und gemeinsame Engagement der Initiative „Aufstiegsreform“ nicht möglich gewesen. Entscheidend wird sein, dass der DFB das Kompassmodell inhaltlich finalisiert und damit eine verlässliche Grundlage für eine breite Zustimmung unter den Delegierten schafft. Wenn alle Beteiligten den Prozess jetzt konsequent und lösungsorientiert weiterführen, kann der Fußball zeigen, dass er Veränderungen nicht nur diskutieren, sondern auch gemeinsam gestalten und umsetzen kann.“
„Wir begrüßen die Klarheit des DFB pro Kompass-Modell"
Marcus Uhlig, Vorstandsvorsitzender von Rot-Weiß Oberhausen ergänzt:
„Wir sind noch nicht am Ziel, aber vor allem durch die Initiative von DFB-Präsident Bernd Neuendorf einen großen Schritt weitergekommen. Wir begrüßen insbesondere die Klarheit in seinen Aussagen im Hinblick auf das Kompass-Modell mit zwanzig Teams pro Liga. Nun gilt es für alle Beteiligten, sowohl die inhaltliche wie auch die zeitliche Schiene konsequent weiterzugehen. Wir werden nicht nachlassen, zusätzliche Unterstützer für die Initiative „Aufstiegsreform“ zu finden und das Thema insgesamt im öffentlichen Raum präsent zu halten“.
Von Chemnitz bis in den gesamten deutschen Fußball
Der Weg bis zu diesem Punkt war lang. Am 12. Februar 2025 hatten sich zunächst 17 Vereine aus der Regionalliga Nordost in Chemnitz zusammengeschlossen und die Initiative „Aufstiegsreform“ ins Leben gerufen. Ausgangspunkt war die seit Jahren bestehende Ungleichbehandlung beim Aufstieg aus den fünf Regionalligen in die 3. Liga.
Seitdem ist aus einer zunächst im Nordosten gestarteten Initiative eine bundesweite Reformbewegung entstanden. 77 Vereine aus verschiedenen Regionalligen sowie Clubs aus dem Profifußball schlossen sich an. In Gesprächen mit Verantwortlichen aus Verbänden und Vereinen, durch gemeinsame öffentliche Aktionen und die Botschaft „Meister müssen aufsteigen“ wurde das Thema immer wieder in den Mittelpunkt gerückt.
Dabei ging es von Beginn an nicht allein um die Frage, welche Regionalliga einen direkten Aufstiegsplatz erhält. Die Initiative setzt sich für eine langfristig tragfähige Struktur an der Schnittstelle zwischen Regional- und Profifußball ein. Sportlicher Erfolg muss belohnt werden, gleichzeitig benötigen ambitionierte Vereine Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen für ihre sportliche und wirtschaftliche Entwicklung.
Ein Zwischenziel ist erreicht – jetzt geht es weiter
Die jüngsten Entwicklungen zeigen: Der gemeinsame Einsatz hat Wirkung gezeigt. Die Reform des Regionalliga-Aufstiegs steht konkret auf der Agenda und mit dem geplanten außerordentlichen DFB-Bundestag gibt es einen Weg zu einer verbindlichen Entscheidung.
Die Initiative „Aufstiegsreform“ wird diesen Prozess deshalb weiterhin aktiv, kritisch und konstruktiv begleiten. Der Druck der vergangenen Monate hat Bewegung geschaffen. Jetzt muss aus dieser Bewegung eine verbindliche Veränderung werden.
Wir machen weiter. Für sportliche Fairness. Für verlässliche Strukturen. Für eine nachhaltige Zukunft der Regionalligen.
Aufstiegsreform jetzt!


